Die Erbschaftssteuer

Die ErbschaftssteuerÄhnlich wie die Schenkungssteuer wird die Erbschaftssteuer fällig, wenn ein Geld- bzw. Vermögenswert von einer Person auf eine andere übergeht, das bedeutet, dass eine Person entweder einen Geld- bzw. Vermögenswert geschenkt oder vererbt bekommt. Beide, Erbschaftssteuer und Schenkungssteuer, hängen eng zusammen und werden meist immer im Zusammenhang genannt. Wie bei vielen Rechtsgeschäften hält der Staat auch hier die Hand auf und fordert seinen Anteil ein. Abschließend geregelt ist die Erbschaftssteuer im Erbschaftssteuergesetz (ErbStG). Doch auch viele Internetseiten wie Erbschaftssteuer auf Erbrecht heute beschäftigen sich eingehend mit dem Thema und bieten unkomplizierte und leicht verständliche Erläuterungen.

Die Art der Erbschaftssteuer unterscheidet sich von Land zu Land und kann sowohl als Erbanfallsteuer als auch als Nachlasssteuer erhoben werden; in Deutschland handelt es sich um die Erbanfallsteuer. Der Unterschied liegt darin, dass bei der Nachlasssteuer diese nicht auf jeden einzelnen Erbanteil erhoben wird, sondern auf das Vermögen als Ganzes. Bei der Erbanfallsteuer hingegen wird die Steuer anhand jeden einzelnen Erbteils berechnet. Das erspart eine Menge Aufwand, da Vermögen, welches sowieso an den Staat fällt, nicht extra besteuert werden muss. Es wird also nur die Steuer erhoben, welche tatsächlich anfällt.

Die Höhe ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Das wichtigste Kriterium ist der Verwandtschaftsgrad, in welchem der Erbe zum Erblasser stand. Weiter entfernte Verwandte müssen mehr Steuern zahlen, als Angehörige des engeren Kreises. Weiter ist entscheidend, in welcher Steuerklasse sich der Erbe befindet und wie hoch der Freibetrag in der jeweiligen Steuerklasse ist. Doch, was ist, wenn der Erblasser Schulden hatte? Auch die Kosten der Beerdigung und aller damit zusammenhängenden Aufwendungen müssen getragen werden. Schulden sind grundsätzlich von der Erbschaftssteuer ausgenommen. Auch die Kosten aus Vermächtnissen oder Auflagen unterliegen ebenso wenig der Erbschaftssteuer wie die Kosten der Beerdigung sowie das Honorar des Notars. Alle diese Kosten, Nachlassverbindlichkeiten genannt, können bis zu einem Betrag von 10.300,00 € – auch ohne Nachweis – geltend gemacht werden.