Die wichtige Stellung des Erben im Erbrecht

Die wichtige Stellung des Erben im ErbrechtEine Erbschaft entsteht beim Tod einer Person und beinhaltet das Vermögen und die Schulden des Erblassers. Das Erbe muss nicht ausdrücklich angenommen werden, sondern wird automatisch zugeteilt, sofern man erbberechtigt ist. Alle Rechte und Pflichten, die mit einem Erbe übernommen werden, sind im Erbrecht festgehalten. Dieses Recht ist jedoch nicht jedem bekannt und der komplette Gesetzestext im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) ist nicht immer einfach zu verstehen. Aus diesem Grund gibt es im Internet Möglichkeiten, sich über seine Stellung als Erbe zu informieren. Seiten und Informationsportale wie http://www.erbrecht-heute.de bieten Auskünfte rund um das Thema Erben und geben Antworten auf alle relevanten Fragen.

Um Erbe zu werden, gibt es zwei Wege. Einerseits besteht durch die gesetzliche Erbfolge die Möglichkeit, ein Erbe von seinem Verwandten zu erhalten, andererseits kann man durch ein Testament bedacht werden. Die Annahme des Erbes muss dabei nicht ausdrücklich vorgenommen werden, dies geschieht automatisch. Sollte ein Erbe jedoch nicht angenommen werden wollen, muss der Erbe innerhalb von 6 Wochen nach Bekanntwerden des Erbes, entweder persönlich beim Nachlassgericht oder notariell, das Erbe ablehnen. Im Vorfeld gibt es auch die Möglichkeit des Erbverzichts. Hier wird zwischen dem Erblasser und seinem Erben vertraglich festgelegt, dass auf das Erbe verzichtet wird. Dies geschieht oftmals gegen eine Abfindung zu Lebenszeit.

Bei der gesetzlichen Erbfolge ist zu beachten, dass eheliche und uneheliche Kinder gleichberechtigt sind. Das bedeutet, dass sie ein Anrecht auf den gleichen Anteil am Erbe haben. Durch eine Verfügung, in Form eines Testamentes oder eines Erbvertrages, kann die gesetzliche Erbfolge umgangen werden. Allerdings stehen dem noch lebenden Ehepartner und den Kindern – selbst bei einem Ausschluss – ein Pflichtanteil zu. Dieser Pflichtanteil richtet sich nach dem Wert des Erbes und beträgt die Hälfte des gesetzlichen Erbteils.

Mit dem Erbschein wird dem Erben ein Nachweis über das Erbe ausgestellt. Dabei erlangt er eine rechtliche Legitimation und Befugnisse, um beispielsweise ein Bankkonto des Verstorbenen auflösen zu können. Der Erbschein wird jedoch nur auf Antrag des Erben ausgehändigt.