Geldanlagen

Geldanlagen Heutzutage gibt es viele verschiedene Möglichkeiten sein Geld anzulegen.
 Eine davon ist das Tagesgeldkonto. Die Vorteile eines Tagesgeldkontos sind, dass man flexibel ist und das Geld täglich verfügbar ist. Jedoch ist es meist der doch geringe Zinssatz bei dem sich die Leute abschrecken lassen über einen längeren Zeitraum sein Geld auf einem Tagesgeldkonto liegen zu lassen. Bei einem Tagesgeldkonto ist allerdings kein Zahlungsverkehr möglich. Bei einem Tagesgeldkonto wird ein Girokonto als Referenzkonto benötigt.

Hier ein paar Vergleiche was Tagesgeldkonten angeht:

Die Bank of Scotland bietet derzeit 2,3 % Zinsen und ein Startguthaben von 30,00 Euro. Die Bank of Scotland ist Testsieger bei Finanztest. Bank of Scotland verlangt keine Mindesteinlage.
Die ING DiBa bietet derzeit 2,0 % Zinsen garantiert für 6 Monate und eine Gutschrift von 20,00 Euro bei der Tagesgeldkontoeröffnung. Auch hier ist der Betrag täglich und kostenlos verfügbar und es werden auch keine Mindest- oder Höchstbeträge vorausgesetzt.

Weitere Geldanlagen sind Festgelder oder auch Festzinskonto genannt. Dort legt man einen bestimmten Betrag für eine gewisse Laufzeit an. Vorteile eines Festzinskontos ist beispielsweise, dass man über die gesamte Laufzeit einen festgeschrieben Zinssatz hat und dadurch natürlich auch einen sicheren Ertrag am Ende angegebenen Laufzeit.

Ein weiterer Vorteil ist, dass man als Kund die Auswahl zwischen mehreren Laufzeiten hat. Die Laufzeit kann von einem Monat bis hin zu 6 Jahren. Dies ist von Bank zu Bank unterschiedlich. Nachteil bei einem Festgeldkonto ist, dass der Betrag eben für die ausgewählte Laufzeit festangelegt ist und man das Festgeld nur schwer bzw. unter gewissen Voraussetzungen vorzeitig aufläsen kann. Je nach dem bei welcher Bank man ist, kann es sein, dass das Festgeld nach Ablauf der Laufzeit prolongiert falls der KD sich vorher nicht meldet und das Festgeld kündigt. Der Zinssatz ist hier meist höher als bei einem einfachen Tagesgeldkonto. Das Festgeldkonto ist meist an einen Mindestanlagebetrag gebunden.

Bei einer Laufzeit von beispielsweise einem Jahr bietet die Bank of Scotland hier einen Zinssatz von 2,8 % an während zum Beispiel die Wüstenrot nur 1,44 % bei einem Jahr Laufzeit gibt. 
Bei einer Laufzeit von beispielsweise 5 Jahren ist die Bank of Scotland ebenfalls ganz weit vorne mit ihren Zinsen. Der Zinssatz beträgt hier 4,50 % während die HypoVereinsbank zum Beispiel nur 2,45 % Zinsen gibt.

Hier sollte man sich also ganz genau informieren bei welcher Bank man sein Geld anlegt da die Zinssätze eben doch schon sehr variieren können.

Eine weitere Variante sein Geld anzulegen ist ein sogenannter Sparplan. Dort hat man ebenfalls den Vorteil, dass man aus mehreren Laufzeiten auswählen kann und man einen festgeschrieben Zinssatz der sich meistens von Jahr zu Jahr steigert. Bei einem Sparplan ist es im Normalfall auch einfacher während der Laufzeit an sein Geld zu kommen nach Einhaltung einer gewissen Kündigungsfrist. Bei einem Sparplan hat man eine Mindestbetrag was die monatliche Rate angeht. Diesen Betrag setzt jede Bank für sich selbst anders an.

Auch die Laufzeiten für einen Sparplan können von Bank zu Bank variieren.

Die Volkswagen Bank zum Beispiel hat einen Mindestbetrag von 25,00 Euro was die monatlichen Raten angeht. Die Laufzeiten variieren von 2 bis 10 Jahren. Der Zinssatz beginnt bei 2 % und endet dann im 10. Jahr bei 3,25 %. Die Santander Bank hat ebenfalls eine Mindestrate von 25,00 Euro im Monat und eine Laufzeit bis 10 Jahre. Allerdings sind hier die Zinsen in den ersten Jahren geringer als bei der Volkswagen Bank. Die Zinsen ab dem ersten Jahr betragen 0,50 %. Ab 10 Jahren haben wir hier allerdings einen Zinssatz von 5,50 %.
Die Deutsche Bank hat auch die Mindestrate bei 25,00 Euro und die Laufzeit 10 bis 11 Jahre mit einem Basiszinssatz von 3,25 % fest.

Eine weitere Möglichkeit sein Geld anzulegen ist das Depot. In einem Depot werden Fonds oder Zertifikate die man gekauft „gelagert“. Wenn man einen Fondsanteil kauft, erhält man einen Miteigentumsanteil an dem Fonds für welchen man sich entschieden hat. Hier kann der Kunde gewinnen aber auch verlieren. Es kann hier auch zum Totalverlust kommen so dass der Kunde sein ganzes Geld verliert.

Geldanlagen 02Bei manchen Banken ist das Depot kostenlos, andere wiederum verlangen Depotgebühren.
 Beim Kauf von Wertpapieren fällt auch noch der sogenannten Ausgabeaufschlag an. Der Ausgabeaufschlag ist die Gebühr, die der Kunde der die Wertpapiere kaufen will für den Erwerb bezahlen muss. Die Ausgabeaufschläge sind auch von Bank zu Bank verschieden.
Ein bewährtes Produkt ist auch das Sparbuch. Dort wird wie beim Tagesgeldkonto der erste Euro mitverzinst. Allerdings ist hier wiederum der Nachteil, dass nur über einen bestimmten Betrag jeden Monat verfügt werden kann.

Eine weitere Anlage ist das Bausparen. Hier wird monatlich ein gewisser Betrag für einen festen Zinssatz angespart. Bausparen wird auch vom Staat gefördert. Es gibt die Arbeitnehmer-Sparzulage und die Wohnungsbauprämie. Unter bestimmten Voraussetzungen wird man hier vom Staat unterstützt. Die Arbeitnehmer-Sparzulage sind 9 % der eingezahlten vermögenswirksamen Leistungen. Der jährlich geförderte Höchstbetrag für einen Arbeitnehmer ist 470 Euro pro Jahr für Alleinstehende und für Verheiratete und 2 Arbeitnehmer 2 x 470 Euro. Alle Arbeitnehmer, sowie Rentner, Beamte etc. haben Anspruch auf diese Prämie. 
Bei der Wohnungsbauprämie beträgt die Höhe 8,8 % der eigenen Einzahlungen und der entstandenen Zinsen. Der jährliche Höchstbetrag für Alleinstehende beträgt 512,00 Euro und bei Verheirateten 1.024,00 Euro. Anspruchsberechtigt sind alle Bausparer die im Sparjahr das 16. Lebensjahr vollendet haben.

Eine weitere Anlage ist die Riester Rente. Diese ist besonders risikoarm und bietet viele Leistungen wie Steuervorteile, Zulagen oder auch die Garantie einer lebenslangen Rente. Im Todesfall können die Angehörigen die Riester Rente erhalten. Die Riester Rente ist eine Zusatzrente zur gesetzlichen Rente und kaum noch wegzudenken da die gesetzliche Rente immer niedriger ausfällt.
 Die Riester Rente kann von jedem in Anspruch genommen werden der eine gesetzliche Rentenversicherung hat. Die jährliche Grundzulage die man erhalten kann beträgt 154,00 Euro. Für Kinder kann man eine zusätzliche Zulage von 185,00 Euro pro Kind bekommen (300,00 Euro sind es bei Kindern die ab 2008 geboren wurden).

Um diese Riesterförderung zu erhalten muss man die bestimmten Mindestbeiträge zahlen. Hierbei handelt es sich um 4 % des Vorjahres-Bruttoeinkommens und 60,00 Euro pro Jahr. Zahlt man weniger erhält man auch weniger dieser Förderung. Sollte man arbeitslos werden und Hartz IV erhalten wird das angesparte Kapital der Riester Rente nicht zur Berechnung des Arbeitslosengeldes einbezogen.