Gesetze regeln das Erbrecht

Gesetze regeln das ErbrechtSeit 2010 gelten für Erbschaften neue gesetzliche Regelungen. Mit dem vom Bundestag beschlossenem Gesetz sollten dem Letzten Willen des Erblassers mehr Rechte zugesprochen werden. So wird jetzt die Pflege von Eltern und Großeltern stärker berücksichtigt und die Fristen für eine Verjährung möglicher Ansprüche werden verkürzt. Das Erbrecht heute ist im BGB §§ 1922 ff enthalten und verfassungsrechtlich als Grundrecht garantiert und bezieht sich auf das Erbrecht als Rechtsinstitut. Die Erbfolge entscheidet der Erblasser und hält das im Testament oder im Erbvertrag fest. Gibt es aber keine Verfügung, wird die gesetzliche Erbfolge vom Nachlassgericht geprüft und bestimmt. Die gesetzliche Erbfolge kommt nur dann zum Zuge wenn keine Verfügung von Todes wegen errichtet wurde oder unwirksam ist. So kann kein Pflichtteilberechtigter wegen Streitigkeiten enterbt werden.

Grundsätzlich ist das Thema Erbschaft ein Thema, mit dem sicher jeder schon zu Lebzeiten befassen sollte. Besonders auch dann, wenn das Vermögen sehr groß und die Zahl der möglichen Erben hoch ist.

Die gesetzliche Reform regelt Fälle, bei denen Erben ihren gesetzlichen Pflichtteil verlieren können, so kann ein Erblasser in seiner Letzten Verfügung einen Angehörigen vollständig enterben, wenn der ihm, seinem Ehegatten und Kindern nach dem Leben getrachtet hat. Das Pflichtteilsrecht bestimmt den Erbanspruch vom Partner und engen Verwandten falls das nicht im Testament geschrieben steht. Das Erbrecht heute bestimmt die Rangfolgen. Wenn ein Verwandter, zum Beispiel eine Tochter der 1. Ordnung lebt, kann die Nichte, die zur 2. Ordnung gehört, nichts erben, die Tochter ist somit Alleinerbin. Zu den Ordnungen der Gruppe 3 zählen die Großeltern und deren Abkömmlinge. Zur Gruppe 4 gehören die Urgroßeltern mit Abkömmlingen. Erbansprüche verjähren in der Regel innerhalb von drei Jahren. Ausnahmen gibt es nur dann, wenn es Schwierigkeiten gab, an das Vermächtnis zu kommen. Da das Erbrecht sehr komplex ist, ist jedoch auch die Erbfolge nicht immer direkt erkennbar.