Konditionen beim Forward-Darlehen
Das sogenannte Forward-Darlehen findet ausschließlich im Bereich der grundbuchmäßig gesicherten Darlehen (Immobilien- oder Grundstückskäufe) Gebrauch. Entwickelt wurde es im Jahre 1996 von einem Bankunternehmen, heute ist es ein gängiges Darlehensmodell und mehrfach ausgezeichnet. Mit dem Forward-Darlehen sichert sich der Darlehensnehmer einen günstigen Zinssatz für eine spätere Anschlussfinanzierung. Die Zeit bis zur Auszahlung des Kreditbetrages wird Vorlaufzeit oder auch Forward-Periode genannt und kann bis zu 60 Monate in Anspruch nehmen. Innerhalb dieser Spanne zwischen Vertragsabschluss und gewähltem Laufzeitbeginn fallen keine Bereitstellungszinsen an, der Darlehensnehmer hat also keinerlei Belastungen zu tragen. Aus diesem Grund wird das Forward-Darlehen besonders gern zur Anschlussfinanzierung bei Baufinanzierungen herangezogen. Zur reinen Sicherung eines Zinssatzes für ein in Zukunft zu tätigendes Immobiliengeschäft kann das Forward-Darlehen nicht in Anspruch genommen werden.
Allgemein wird unter echtem und unechtem Forward-Darlehen unterschieden. Bei dem echten Forward-Darlehen beginnt die Zinsbindungsfrist erst mit Auszahlung des Darlehens zu laufen und endet mit dem Tag der Zinsbindungsfrist. Bei dem unechten Forward-Darlehen beginnt die Zinsbindungsfrist bereits mit Abschluss des Vertrags zu laufen. Die Konditionen setzten sich aus der Basiskondition (Zinssatz) und einem Zinsaufschlag zusammen, der für die Zeit bis zur Ablösung des bereits bestehenden Darlehens anfällt.
Ein ausführlicher Vergleich lohnt sich. Die Konditionen können von Bank zu Bank stark variieren und beinhalten beispielsweise besonders lange Zinsbindungsfristen, Möglichkeiten von Sondertilgungen (evtl. kostenlos). Auch die Kondition, (beispielsweise 2-mal) den Tilgungssatz ändern zu können, ist eine sehr positive Kondition. Oftmals bietet einem die Hausbank zwecks Kundenbindung ein besonders günstiges Forward-Darlehen an, jedoch sollte man einen Vergleich trotzdem nicht scheuen, denn wenn es um die eigenen Finanzen geht ist es immer besser zweimal hinzuschauen.
