Reserven für schlechte Zeiten schaffen
Sparen tut not und die Deutschen sparen überdurchschnittlich. Die Gründe dafür sind meist naheliegend. Nicht kalkulierbare überdurchschnittliche Ausgaben, wie etwa Zahnersatz, gehören ebenso zu den Motiven wie Altersabsicherung oder die Erfüllung lang gehegter Wünsche. Auch Sparen für die Zukunft der Kinder oder selbst der Wunsch einer Einrichtung einst einen höheren Betrag zu vermachen gehören zu den Gründen, Reserven zu schaffen für schlechte Zeiten.
Mal ist das ein Taschengeld, dass sich ein gut verdienender Angestellter beiseitelegt, mal sind es außerordentliche Einnahmen, die aber nicht jetzt oder in absehbarer Zeit gebraucht werden. Dieser Überhang kann in Sparguthaben oder Anlagen fließen und kann der Vorsorge und Alterssicherung dienen.
Sowohl der Staat als auch die Banken machen heute zahlreiche Angebote, damit die Sparer Kapital bilden können. Allenthalben wird progressives Sparen empfohlen.
Im Prinzip bedeutet das dauerhaft kleinere Beträge anzusparen um beim Erreichen einer bestimmten Summe dann in bessere Anlagen einzusteigen, die mehr Dividende oder Zinsen erzielen. Oft handelt es sich dabei um kombinierte Pakete, etwa Fonds, Wertpapiere und Festgeldkonten. Im günstigsten Fall kann so eine Dividende von 3 – 4 % erzielt werden. Wer höhere Renditen erzielen möchte, steigert auch sein Verlustrisiko. Daher ist es empfehlenswert ein Aktiendepot und andere riskante Anlagen ständig zu überwachen und dies nicht allein dem Anlageberater zu überlassen.
Gerade die letzte Bankenkrise hat gezeigt, dass nicht alle Anlagen so sicher waren, wie die Berater geglaubt haben. Inzwischen sind die Berater rechtlich dazu versichert, Anleger auf das Verlustrisiko einer Anlage aufzuklären. Wer von der Anlageform selbst nichts versteht, sollte allerdings vorsichtig sein und sich gegebenenfalls eine zweite Meinung einholen oder sich eine Alternative anbieten lassen. Denn auch der Aktienhandel funktioniert kaum anders als Fußball Wetten. Wenn das Risiko gewünscht und gesucht wird, weil eine Wette außerordentliche Gewinne verheißt, dann ist das in Ordnung.
