Schuldengrenze des deutschen Staates
Die aktuelle wirtschaftliche Situation hat mit dem Begriff „Schuldengrenze“ eine neue Vokabel in das Bewusstsein der Menschen gerufen. Die USA mussten ihre Schuldengrenze anheben, um eine drohende Zahlungsunfähigkeit zu verhindern. Bei dem Vergleich der europäischen Staaten fällt es oft schwer, sich die Summe vorzustellen, die oft als Schuldensumme angegeben werden. Der Stabilitätspakt der Euro-Länder, so scheint es, ist kein Garant für einen soliden Haushalt der Mitgliedsstaaten. Und immer wieder fragen sich Bürger, wie denn die Schuldengrenze des deutschen Staates aussieht und ob auch Deutschland gefährdet ist, diese Schuldengrenze zu überschreiten.
Im Jahr 2009 hat die Bundesregierung eine Schuldenbremse verabschiedet und im Grundgesetz festschreiben lassen. Die Schuldenbremse legt eine maximale jährliche Neuverschuldung in Höhe von 0,35% des Bruttoinlandsprodukts fest. Als Schuldengrenze gilt die Defizit-Obergrenze des Stabilitätspaktes in Höhe von 3% des Bruttoinlandsprodukts. Derzeit liegt die Defizitgrenze Deutschlands bei – 2,5%, die Schuldengrenze ist daher bald erreicht. Um die Schuldenlast zu senken, wurde die Schuldenbremse festgeschrieben, die nur während einer Rezession und nach einer Naturkatastrophe ausgesetzt werden soll.
Das Erreichen oder Überschreiten der Schuldengrenze des deutschen Staates kann sich auf die Kreditwürdigkeit und damit das Zinsniveau in Deutschland auswirken, wie Beispiele aus Griechenland oder Irland zeigen. Um dem rechtzeitig entgegenzuwirken, ist die Schuldenbremse ein wirksamer Mechanismus. Doch auch Staaten wie Deutschland, die auf eine exakte Einhaltung der Schuldengrenze achten, sind nicht vor wirtschaftlichen Einbrüchen und somit einem Wertverlust des Geldes und einem negativen Zinsniveau geschützt. Wer Geldreserven über eine längere Zeit anlegen und so vor Zinsschwankungen schützen möchte, kann ein Festgeldkonto anlegen. Ein Festgeld-Vergleich gibt einen genauen Überblick über Mindesteinlagen, Laufzeiten und Renditeaussichten.
