Testament-Vorlagen

Testament-VorlagenDas Verfassen eines Testamentes wird von vielen Menschen gerne weit hinausgeschoben. Aus verständlichen Gründen, beschäftigt man sich ja doch höchst ungern mit dem eigenen Tod. Doch es kann für einen selbst wie für die Familie enorme Vorteile haben, das Testament möglichst frühzeitig – eventuell nach Vorlagen – zu verfassen. Denn zutreffender weise wird das Testament im juristischen Metier auch gerne „letztwillige Verfügung“ genannt. Per Testament wird also der letzte überhaupt mögliche Wille festgehalten, der als einziger bis über den Tod hinaus rechtswirksame Gültigkeit besitzt. So hat das Testament zum einen die Eigenschaft, den letzten Willen durchzusetzen, zum anderen entlastet es die Hinterbliebenen, da sie viele Regelungen nicht selbst zu treffen brauchen. Auch ist das Gefühl, den letzten Willen des geliebten Verstorbenen erfüllen zu können, oft ein beruhigendes und es hilft, die Trauer zu überwinden. Immerhin hat jedes Testament etwas sehr Persönliches.

Wer sich damit trägt, ein Testament nach Vorlage zu verfassen, muss sich zuerst darüber im Klaren sein dass es zwei Arten der Testamentsverfassung gibt. Das öffentliche Testament geschieht zur Niederschrift bei einem Notar nach Wahl. Ob man den letzten Willen diktiert oder einen Ausdruck unterschreibt: In jedem Fall wird das Testament beim Notar hinterlegt und dieser wird es erst nach dem Tod des Verfassers herausgeben. Insofern ist es erst nach dem Tod „öffentlich“. Eine Besonderheit des öffentlichen Testamentes ist, dass auch beschränkt geschäftsfähige, nicht volljährige Personen ab einem Alter von 16 Jahren ein Testament machen können. Den Gegensatz zum öffentlichen Testament bildet das sogenannte eigenhändige Testament. Wie die Bezeichnung bereits vermuten lässt, ist das handschriftliche, eigenhändige Verfassen unbedingte Voraussetzung. Die Hinterlegung bzw. Beurkundung/Beglaubigung durch einen Notar ist hier nicht nötig. Wird jedoch auch nur ein kleiner Teil des Testaments von jemand anderem als dem Erblasser verfasst, ist es komplett ungültig und wird mitsamt allen getroffenen Regelungen nichtig. Es tritt stattdessen die gesetzliche Erbfolge in Kraft. Zur Gültigkeit des eigenhändigen Testaments bedarf es weiterhin der Angabe von Ort und Datum der Verfassung sowie der eigenhändigen Unterschrift, die Vor- und Nachnamen enthalten sollte, um möglichen Zweifeln vorzubeugen.