Vollmacht-Muster

Vollmacht-MusterDa es immer wieder Anlässe und Notwendigkeiten gibt, einen Vertreter zu bestimmen, der im Namen des Vollmachtgebers Geschäfte abschließt, werden Vollmächten häufig gebraucht. Entweder, der Vollmachtgeber tut dies direkt gegenüber dem Vollmachtnehmer oder aber gegenüber einem Dritten, das heißt gegenüber einer Behörde oder einem anderen Vertragspartner. Zwar können Vollmachten durchaus auch mündlich rechtswirksam geschlossen werden, jedoch empfiehlt es sich, Vollmachten so oft wie möglich schriftlich zu erteilen und handschriftlich zu unterschreiben. So wird Missverständnissen vorgebeugt und bei allen Vertragsparteien herrscht größtmögliche Klarheit. Verwendet man ein Vollmacht Muster aus vertrauenswürdiger Quelle, erhöht dies zudem die Sicherheit, dass keine fehlerhaften oder zweideutigen Formulierungen verwendet werden.

Es gibt im Internet zahlreiche Vollmacht-Muster welche nach eingehender Prüfung – meist sogar kostenlos – ausgedruckt und, mit einer Unterschrift versehen, verwendet werden können. Zu achten ist jedoch darauf, dass diese Vorlagen und Muster ein gewisses Mindestmaß an Informationen enthalten. Zu diesen Mindestinformationen gehören vor allem der vollständige Name und die Anschriften der Vertragsparteien. Ort und Datum der jeweils geleisteten Unterschrift (wenn beide Parteien unterschreiben) sind ebenfalls anzugeben. Außerdem ist selbstverständlich das Geschäft bzw. der Grund anzugeben, weshalb die Vollmacht erteilt wird. Der Anlass sollte möglichst genau geschildert werden, so wird eventuellen Unklarheiten noch besser vorgebeugt; auch die Gültigkeitsdauer (falls die Vollmacht zeitlich beschränkt sein soll) sollte eindeutig benannt werden.

Idealerweise gibt es zwei Ausfertigungen der Vollmacht, welche jeweils beide Vertragsparteien handschriftlich unterschrieben haben. So hat der Vollmachtnehmer einen Beweis seiner Bevollmächtigung gegenüber Dritten und der Vollmachtgeber hat jederzeit einen stichhaltigen Beweis in Händen. Dies dient für den Fall, dass ein Vollmachtnehmer oder Dritte die Gültigkeit der Vollmacht anzweifeln sollten. Es lohnt sich auch immer, Vollmachten auch nach ihrem Erlöschen sorgfältig aufzubewahren. Falls in Vollmacht getätigte Rechtsgeschäfte später Gegenstand etwaiger Streitigkeiten werden sollten, kann solch eine Originalvollmacht von großer Wichtigkeit werden. Handelt es sich um Vollmachten, welche für die Zukunft gelten sollen (beispielsweise Vorsorgevollmacht, welche dem Vormundschaftsgericht im Original vorgelegt werden muss) sollte man sie bei den persönlichen Gegenständen aufbewahren, wo sie im Todesfalle oder bei Verlust der Geschäftsfähigkeit jederzeit gefunden werden kann.