Wie kann man die Erbschaftssteuer sparen?

Wie kann man die Erbschaftssteuer sparen?In einem Erbfall ist es in der Regel so, dass der Erbende sein Erbe einerseits beim Finanzamt angeben muss und andererseits ordnungsgemäß zu versteuern hat. In manchen Fällen jedoch kann man die Erbschaftssteuer sparen. Die Erbschaftssteuer fällt immer dann an, wenn Vermögen aufgrund eines Erbfalles erworben wird. Das Erbe ist des Weiteren zu versteuern, wenn es schon zu Lebzeiten eines Erblassers an die erbende Person durch eine Schenkung übertragen wurde. Zu versteuern sind dabei sämtliche Teile einer Erbschaft, die nach dem Tode des Erblassers auf den Erben übergehen. Dazu gehört beispielsweise das Vermächtnis, damit ist der Erwerb einzelner zugewendeter Gegenstände gemeint, Pflichtanteile und Pflichtteilsergänzungsansprüche oder Renten aus einer privaten Versicherung.

Die Art des verfassten Testaments eines Erblassers kann sich positiv auf die Erbschaftssteuer auswirken. Die Steuer kann, fasst man ein Berliner Testament ins Auge, unter Umständen vollständig gespart werden. Dies ist möglich, wenn sich der überlebende Ehegatte und die Kinder darüber einig sind, dass die Pflichtteilsansprüche geltend gemacht werden. Auch die Steuerfreibeträge sind ein gutes Mittel, um bei der Erbschaftssteuer Kosten einzusparen. Vor allem Kindern werden vom Gesetzgeber höhere Steuerfreibeträge zugestanden. Ebenso gibt es in einem Erbfall bestimmte Zuwendungen, die keiner Steuerpflicht unterliegen.

Übliche Gelegenheitsgeschenke, die zum Beispiel im Rahmen einer Feier zum Beispiel eines Geburtstags oder eines Jubiläums beziehungsweise bei sonstigen Familienfeiern übergeben wurden, müssen normaler weise nicht versteuert werden. Es sei denn die Werte dieser Geschenke übersteigen das Übliche (Grundstücke, Häuser oder große Vermögen). Weiterhin steht Hinterbliebenen Angehörigen, die der Steuerklasse I zuzurechnen sind, die Inanspruchnahme des Hausrats des Erblassers bis zu einem Steuerfreibetrag von 41.000 Euro steuerfrei zu. In den Hausrat inbegriffen sind alle Einrichtungsgegenstände, die gemeinschaftlich in der Wohnung genutzt wurden. Egal, ob es sich um das Geschirr, um das Fernsehgerät, die Stereoanlage oder um die Kleidung handelt. Außerdem können Erben in den Genuss eines zusätzlichen Steuerfreibetrages in einer Höhe von 12.000 Euro kommen. In diese Kategorie fallen unter anderem ein privates Kraftfahrzeug oder Schmuck.